Um Punta Campanella (Sorrentinische Halbinsel) ist 1997 ein marines Naturschutzgebiet entstanden. Und das inmitten einer recht mondänen Urlaubsgegend: direkt gegenüber befindet sich die Insel Capri und an Land mündet die Landschaft in die „Costiera Amalfitana“, die berühmte Amalfiküste. Rund um die Halbinsel gibt es 3 Schutzzonen: A, B und C. Details können der Karte unter folgendem Link entnommen werden:www.puntacampanella.org/index.php?option=com_content&view=article&id=2&Itemid=3
Zone A (rot): Verbot jeglicher Schifffahrt, Anlegen und Ankern, Schwimmen, Fischen und Tauchen
Zone B (gelb): Verbot von fahren unter Motor, freies Ankern, Tauchen mit Atemgeräten, Unterwasser- und Sportfischerei
Zone C (grün): Verbot von freiem Ankern, jede Form der Sport- und Berufsfischerei
Das marine Naturschutzgebiet "Punta Campanella" könnte es also lokalen Meldungen zufolge, bald zu einem "Special" schaffen. Die Ernennung zum "ASPIM".
Was ist ein ASPIM? "Specially Protected Site of Importance for the Mediterranean" heißt sinngemäß: ein besonders geschützes Gebiet von hoher Bedeutung für das Mediterran. In der UNO Konferenz von 1972 in Stockholm wurde ASPIM als ein Programm der UNEP (United Nations Environment Programme) beschlossen. ASPIM ist ein spezielles Umweltprogramm, das sich konkret auf die Mittelmeerregion bezieht. Ziele von ASPIM: die Erhaltung der biologischen Vielfalt und Schutz der marinen Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse. So wurde im Protokoll der IMO (International Marine Organization) von Monaco aus dem Jahr 1996 beschlossen, dass Frankreich, Italien und Monaco ein Übereinkommen abschließen, genannt „Agreement on the creation of Sanctuary for Marine Mammals“ für die Regionen des provencalischen Beckens, des Golf von Ligurien und des thyrrenischen Beckens. Diese Vereinbarung trat am 21. Februar 2002 in Kraft. Es sind jedoch noch einige Hürden zu bewältigen. So muss eine internationale Kommission die Aktivitäten und Gegebenheiten des Naturschutzgebietes beurteilen, eine Bestandsaufnahme der biologischen Vielfalt machen und diverse Tests durchführen und bewerten. Um später diesen Status auf Dauer zu erhalten, müssen ständig Studien und Aktivitäten, die den Gesundheitszustand des Meeresbodens, und insbesondere die Aufrechterhaltung eines hohen Grades an biologischer Vielfalt gefördert, durchgeführt und überwacht werden. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse und werde weiter berichten. Das Erreichen des ASPIM wäre für das Gebiet gewiss ein großer Erfolg, da es in Italien nicht viele Regionen gibt, die sich diese Bezeichnung verdient haben.