Valle delle Ferriere
1972 wurde nördlich von Amalfi ein Naturschutzgebiet von über 450 ha gegründet.
Das Gebiet umschließt das Canneto Tal. Durch den Schutz der umliegenden Berge ist dort ein besonderes Mikroklima entstanden. Die feuchte Meeresluft und die zahlreichen kleinen Wasserläufe lassen dort eine subtropische Vegetation gedeihen. Dort findet man die „Woodwardia radicans“, eine Riesenfarn, von dem es heißt, er stamme aus dem Tertiär. Botaniker finden hier einige interessante Pflanzen, z.B.: eine fleischfressende, zu den Fettkräutern gehörende Pflanze, diverse Waldorchideen, Alpenveilchen, Saumfarne.
Als Ernst Haeckel 1859 diese Gegend besuchte, schrieb er dazu:
“Von dort gingen wir nach Nocera und von da über den hohen Gebirgsrücken des Mont Angelo, auf dem wir eine sehr interessante, reiche Flora fanden, nach der Südküste der Penisola hinüber, nach dem wundervollen Amalfi, das in seinen köstlichen Schluchten und Tälern alle Reize vereinigt, welche eine üppige, südliche Vegetation und eine nordische wasserreiche Gebirgsnatur sonst nur getrennt dem Wanderer bieten. Dazu kommt nun noch der malerische Reiz der merkwürdigen maurischen und normannischen Ruinen, mit denen viele Berge gekrönt sind, und als Hintergrund der herrlichen Landschaft der köstliche Golf von Salerno mit seinen weiten, schönen Buchten und dem tiefblauen, in südlichem Sonnenglanz schimmernden Meer. Auch diese Amalfi-Tage waren so reich an Ausbeute für unser Skizzenbuch und unsere Pflanzenpresse, daß ich sie fast der Ischia-Woche an die Seite stellen möchte“.
Alpenveilchen